SCHULPROGRAMM



Die einzelnen Bereiche:

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Deutsch
Mathematik
Informatik
Fremdsprachen
Naturwissenschaften
Der gesellschaftswissenschaftliche Fachbereich
Religiöse Erziehung im Schulprogramm
Sport
Kunst
Musik
Beratungskonzept
Berufswahlvorbereitung
Sexualerziehung
Streitschlichtung
Schülervertretung



Deutsch

Der Deutschunterricht hat die Aufgabe, die sprachliche Handlungsfähigkeit und damit die Verstehens- und Verständnisfähigkeit der Schüler/innen, aufbauend auf dem in der Grundschule erreichten Stand, planvoll und systematisch weiter zu entwickeln (Richtlinien S. 35).

Da sich die sprachliche Handlungsfähigkeit als eine komplexe Kompetenz darstellt, teilt der Lehrplan sie in drei Bereiche auf:

  • Sprechen und Schreiben,
  • Umgang mit Texten,
  • Reflexion über Sprache.
  • a) Sprechen und Schreiben

    Die sprachliche Handlungsfähigkeit der Schüler/innen findet unmittelbaren Ausdruck in ihren Fähigkeiten des Sprechens und Schreibens.

    Die Schreibmotorik der Schüler/innen ist zwar ausgebildet, aber häufig noch nicht hinreichend gefestigt und automatisiert. Deshalb arbeiten wir in den ersten Jahrgangsstufen weiter am Erwerb einer flüssigen, durchgegliederten und leserlichen Schrift.

    Die Unbefangenheit im Sprechen, die die Schüler/innen von der Grundschule mitbringen, nehmen wir bewusst auf und stärken sie, z.B. in zusammenhängenden mündlichen Darstellungen.

    Sprechsituationen und Schreibsituationen bieten den Schülern/innen Möglichkeiten, Unterschiede zwischen Sprachverwendungssituationen zu erkennen.

    So sind wichtige Sprechsituationen:

  • Die Beteiligung am Unterrichtsgespräch in der Klasse,
  • das sachbezogene Gespräch in kleineren Lerngruppen,
  • die Diskussion
  • zusammenhängende mündliche Darstellungen (Wiedergeben eines Textinhaltes, von Beobachtungen, Zusammenfassung von Sachverhalten usw.),
  • das Erzählen und das spielerische Sprechen.
  • Auch bei ihrer schriftlichen Sprachproduktion richten die Schüler/innen ihr Verhalten an den Mitteilungsabsichten und situativen Bedingungen aus.

    Beim "Schreiben für sich selbst" (ins Schulheft, auf Notizzetteln, in ein Tagebuch) werden Behaltensfähigkeit , Strukturierung und auch das eigene Ausdrucksvermögen gefördert.

    Das "Schreiben an andere" (z.B. in einem Brief) orientiert sich an alltäglichen Problemen. Man trainiert dabei die Hinwendung an und Einwirkung auf andere und schafft selbst eine Kommunikationssituation.

    "Schreiben für andere" bedeutet, sich über einen Sachverhalt zu informieren und ihn angemessen (und objektiv) wiederzugeben. Das kann beispielsweise in einem Artikel für die Schülerzeitung, in einem Plakat für eine Schulveranstaltung oder in Mitteilungen der Schülervertretung geschehen.

    Die einzelnen Phasen des Schreibprozesses von der Planung über den Entwurf zur Überarbeitung werden immer wieder auch gemeinsam durchlaufen. Durch das Besprechen von eigenen texten gewinnen die Schüler/innen allmählich die Fähigkeit zur Distanzierung auch gegenüber ihren eigenen Texten. Ab den Jahrgangsstufen 7/8 sollen diese Korrekturen auch rechnergestützt durchgeführt werden. Die elektronische Textverarbeitung wird bisher zur Wahl angeboten und soll entsprechend den Richtlinien und Lehrplänen als selbstverständliche Arbeitstechnik gelehrt werden.

    b) Umgang mit Texten

    Durch den Umgang mit Texten soll die Verstehensfähigkeit der Schüler/innen, die in der Grundschule angelegt wurde, weiter entwickelt werden. Es ist uns wichtig, solche Texte auszuwählen, zu denen sich die Schüler/innen in Beziehung setzen können.

    Als "Anne-Frank"-Realschule ist die Erziehung zur Toleranz ein Schwerpunktthema unserer Arbeit an Texten in allen Jahrgangsstufen.

    Beispiel Jahrgangsstufe 5/6: J. Kerr: Als Hitler das rosa Kaninchen stahl.

    Beispiel Jahrgangsstufe 7/8: H. P. Richter: Damals war es Friedrich.

    Beispiel Jahrgangsstufe 9/10: F. Hetmann/H. Tondern: Die Nacht, die kein Ende nahm – In der Gewalt von Skins.

    Eine besondere Bedeutung für die Entwicklung der Schreib- und Sprechfähigkeit haben Kinder- und Jugendliteratur. Deshalb wird laut Beschluss der Fachkonferenz Deutsch in allen Klassen zusätzlich zu unserer Textarbeit eine Ganzschrift gelesen. In den 6ten Klassen führen wir einen Lesewettbewerb durch, um die Lesemotivation zu fördern und zu festigen.

    In der Schülerbücherei warten viele spannende und informative Bücher auf neugierige Leser/innen.

    In den Jahrgangsstufen 5 und 6 haben Schüler/innen bereits von sich aus gro0ße Freude am Spielen, die in Spielszenen und Umformungen ihren Ausdruck findet. Beispiel: Die Klassen 5 bereiten für die Neuankömmlinge eine Spielszene vor.

    In den Jahrgangsstufen 7 und 8 vertiefen sie ihr Textverständnis und lernen die Zeitung als gesellschaftlich bedeutsame Vermittlungsform kennen.

    Beispiel: Die Klassen führen das Projekt "Zeitung in der Schule" durch.

    In den Jahrgangsstufen 9 und 10 entstehen insbesondere interpretierende Textgestaltungen.

    c) Reflexion über Sprache

    Grundvoraussetzung für die spätere berufliche Laufbahn ist die Beherrschung der Sprache in Wort und Schrift. Nachdenken über Sprache begleitet deshalb notwendigerweise die Lernprozesse im Deutschunterricht.

    Die Schüler/innen erfahren Sprache als Darstellungs- und Ausdrucksmittel, als Mittel der Verständigung, der Erkenntnis und der Einflussnahme. Und sie lernen Sprache als Mittel gezielt, intentionsgemäß und situationsangemessen im schulischen und außerschulischen Leben einzusetzen.

    So ergeben sich folgende Aufgabenschwerpunkte im Bereich der Reflexion über Sprache:

    a) Über Bedingungen und Konsequenzen sprachlichen Handelns nachdenken,

    b) Einsichten in verschiedene Aspekte des Zeichensystems "Sprache" gewinnen

    c) sprachliche Formen in ihren Funktionen untersuchen und benennen,

    d) operationale Verfahren bei der Untersuchung sprachlicher Formen nutzen

    Rechtschreibunterricht

    Der Rechtschreibunterricht ist integriert in den normalen Deutschunterricht.

    Für Schüler/innen, die in diesem Fach Schwierigkeiten heben, wird pro Jahrgang eine Wochenstunde Förderunterricht angeboten.

    Für Schüler/innen mit besonderen Schwierigkeiten im Erlernen des Lesens und Rechtschreibens wird gemäß dem LRS-Erlass von der Schule eine Analyse der Rechtschreibfähigkeiten vorgenommen und ein besonderer Förderunterricht angeboten, der sich an den Forderungen des Erlasses ausrichtet.

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    Mathematik

    Im Mathematikunterricht der Realschule werden vertraute Formen des Lernens aus der Grundschule aufgenommen, fortgeführt und erweitert.

    An unserer Schule sollen folgende Ziele des Mathematikunterrichts beachtet werden:

    Sachzusammenhänge mathematisieren

    Problemlösungsstrategien entwickeln

    Begriffe bilden

    Gesetze und Regeln finden und begründen

    In allen Klassenstufen geht unsere Unterrichtsgestaltung von der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler aus. Dabei kommt der Vermittlung von grundlegenden Rechentechniken sowie problem- und handlungsorientierten Methoden besondere Bedeutung zu.

    In Klasse 5 und 6 werden die bekannten Rechenverfahren und Rechenfertigkeiten bei Grundrechenarten, dem Rechnen mit Dezimalzahlen und Brüchen, dem Umgang mit Maßeinheiten und in den Grundlagen der Geometrie aufgegriffen, eingeübt und gefestigt.

    In den Klassen 7 und 8 steht der Umgang mit Zahlen, Variablen und Größen im Vordergrund.

    Das Umformen von Termen, Bestimmen der Lösungen von Gleichungen und Ungleichungen werden eingeführt und geübt.

    Die Verzahnung zwischen Geometrie und Algebra wird enger.

    Der sachgerechte Umgang mit Zeichengeräten wird bei Flächenkonstruktionen z.B. bei Dreicken und Vierecken wieder aufgegriffen und weitergeführt.

    Elemente der Schluss-, Prozent- und Zinsrechnung sind weitere Inhalte. Die Stochastik bereichert die Anwendungen hierbei.

    Die Schüler lernen den Einsatz elektronischer Hilfen wie Taschenrechner und Computer kennen. Dabei halten wir es für unerlässlich, auf Kopfrechnen, Überschlagsrechnen und Proben besonderen Wert zu legen.

    Beispiel: Klasse 7 Projekt: Verkehrszählung

    Erstellen von Strichlisten und Streifendiagrammen

    Unterscheiden der absoluten und relativen Häufigkeit, wobei die Rechenregeln der Bruchrechnung, die Bestimmung des Prozentsatzes und des Prozentwertes zur Anwendung kommen.

    In den Klassen 9 und 10 werden Funktionen und Gleichungen, die Satzgruppe des Phytagoras, Potenzen und Wurzeln, Volumen- und Masseberechnungen und trigonometrische Berechnungen zu Lerninhalten.

    Folgende besondere Fördermaßnahmen bietet unsere Schule an:

    Förderunterricht in den Klassen 5 und 6 im Fach Mathematik

    Der Förderunterricht in den Klassen 5 und 6 richtet sich vor allem an die Schülerinnen und Schüler, die eine besondere fachliche Zuwendung benötigen, um in den höheren Jahrgangsstufen weiterhin erfolgreich mitarbeiten zu können. Dieser Unterricht findet wöchentlich einmal in kleinen Gruppen statt. Die Teilnahme am Förderunterricht ist nicht freiwillig, sondern wird durch die Fachlehrer/ in angewiesen. Entwickeln sich die Leistungen eines Förderkindes zum positiven, so kann die Fördermaßnahme jederzeit wieder aufgehoben werden.

    Begabtenförderung

    Die Anne-Frank-Realschule setzt sich insbesondere auch für die Schülerinnen und Schüler ein, die nach erfolgreichem Abschluss der Klasse 10 eine weiterführende Schulform besuchen möchten.

    So besteht eine feste Lerngruppe für das Fach Mathematik, in der die Lerninhalte aus den Lehrplänen der Realschule erweitert werden. Die Schülerinnen und Schüler werden in diesem Kurs, der einmal wöchentlich stattfindet, auf den Besuch der gymnasialen Oberstufe vorbereitet. Im Rahmen dieser Förderstunde werden mathematische Herleitungen, Verfahren und Arbeitsweisen behandelt, die am Gymnasium zum regulären Unterricht gehören, an der Realschule hingegen nicht selbstverständlich besprochen werden.

    Der Besuch der Begabtenförderung ist freiwillig und bietet den Schülern eine positive Lernatmosphäre, in der sie ihr Grundwissen stetig erweitern können.

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    Informatik

    Die neuen Kommunikations- und Informationstechnologien haben in nahezu alle Bereiche unseres Lebens Eingang gefunden.Informationstechnologische Inhalte werden daher an unserer Schule, neben dem begleitenden Einsatz in allen Fächern, speziell als Wahlpflichtfach in den Klassen 9 und 10 zweistündig angeboten.Wir sehen unsere Aufgabe vor allem darin, den Schülerinnen und Schüler ein fundiertes fachliches Grundwissen zu vermitteln. Sie sollen die Gelegenheit haben, sich mit den neuen Technologien, ihren Anwendungen und ihren absehbaren und möglichen Auswirkungen auseinandersetzen.

    In der Klasse 9 kommen folgende Inhalte zum Tragen:Anwendungs- und Programmiersysteme·Einführung in die Textverarbeitung: Die Schülerinnen und Schüler lernen anhand von selbstgeschriebenen und vorgegebenen Texten und Problemen den Umgang mit gägngigen Textverarbeitungsprogrammen.·Arbeiten mit Tabellenkalkulation Die Schülerinnen und Schüler bringen ihr Wissen aus anderen Fächern, z.B. der Mathematik, in den Unterricht ein und erarbeiten sich neue Lösungsmöglichkeiten mit dem Computer. ·Grafiken und Diagramme erstellen Für die Schülerinnen und Schüler ist es wichtig, Ergebnisse, beispielsweise aus den gesellschaftswissenschaftlichen Fächern, sichtbar zu machen und zu präsentieren. Dies wird durch die Einführung entsprechender Programme gewährleistet.·Kennenlernen von Datenbanksystemen anhand von Adressdatenbanken In der Klasse 10 steht vor allem der folgende Inhalt im Vordergrund:·Erarbeitung von Algorithmen mit Turbo Pascal 5.5 mittels Beispielen aus Algebra, Geometrie, Physik

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    Fremdsprachen

    Erläuterungen zum Lernbereich Fremdsprachen

    Das Erlernen von Fremdsprachen ist zwingende Notwendigkeit vor dem Hintergrund einer wachsenden Globalisierung. Ziele eines jeden Fremdsprachenunterrichts sind daher:

    Interkulturelles Lernen, dieses bedeutet das Vermitteln zwischen den Kulturen, zu dem neben der Aufnahme der fremden Kultur auch die aktive Darstellung der eigenen Kultur gehört.

    Sprachliche Handlungsfähigkeit, dass heißt die Beherrschung der Fremdsprache in alltäglichen Gesprächssituationen als Grundlage für Sprachkenntnisse in berufsfeldbezogenen, politischen und kulturellen Teilbereichen.

    Bereiche und Inhalte

    Die Schülerinnen und Schüler sollen die Sprache so lernen, dass sie sich in einer fremdsprachlichen schulischen und außerschulischen Lebenswelt verständigen können (fremdsprachliche Handlungskompetenz). Das fremdsprachliche Lernen erfolgt also in gegenwärtigen schulischen und für die Zukunft wichtigen Sprechsituationen. Der Unterricht geht aus von den konkreten Interessen und Lernbedürfnissen der Schüler und Schülerinnen.

    Inhalte entstammen daher vor allem aus den interkulturellen Sachfeldern: Familie, Freizeit / Hobbies, Schule, Gesellschaft, Medien, Wirtschaftsleben, Beruf unter besonderer Berücksichtigung der Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Kulturen. Darüber hinaus werden auch Themen wie neue Medien und Informations- und Kommunikationstechnologien behandelt.

    Besondere Berücksichtigung findet auch der Bereich der Methodenkompetenz, dass heißt, es werden von Beginn an Methoden vermittelt und geübt, die für das Erlernen der Fremdsprache wichtig sind.

    Grundsätze der Unterrichtsgestaltung

    Die Fremdsprache ist überwiegend Unterrichtssprache (Einsprachigkeit). Hierzu wird ein Lernklima geschaffen, dass die Hemmschwelle, die Fremdsprache zu benutzen möglichst niedrig hält. Der Schwerpunkt wird auf den aktiven Umgang mit der Fremdsprache gelegt.

    Im Folgenden einige Beispiele:

    Sketche und Rollenspiele schreiben und spielen

    Briefe schreiben

    Kreuzworträtsel erstellen

    einen Comic erstellen

    Selbstporträts anfertigen

    Poster, Collagen, Prospekte erstellen

    Schwerpunkt ist dabei immer die mündliche und schriftliche Anwendung der Fremdsprache in Alltagssituationen, die die Schüler und Schülerinnen voraussichtlich später bewältigen müssen, zum Beispiel als Praktikant/in, Arbeitssuchende, Touristen, Austauschschüler/in. Folglich erhalten Gruppenarbeit/Partnerarbeit bei dieser Unterrichtsgestaltung einen besonderen Stellenwert.

    Des Weiteren wird auf fächerübergreifendes Lernen mit den Fächern Politik, Erdkunde und Geschichte Wert gelegt.

    Fremdsprachliche Angebote

    Englisch

    Französisch

    Kl. 7-9: 4stündig

    Kl.7/8: 3stündig

    Kl.7/8: 3stündig

    Kl. 10: 3stündig

    Kl. 9/10: 4stündig

    Kl. 9/10: 4stündig

    verpflichtend für alle Schüler und Schülerinnen; im Klassenverband.

    in Klasse 6 Wahlmöglichkeit für alle Schüler und Schülerinnen;

    in Klasse 7-10 Neigungsdifferenzierung; im Kursverband.

    in Klasse 7 Wahlmöglichkeit für alle Schüler und Schülerinnen;

    zusätzlich in Kl. 9/10: Arbeitsgemeinschaft im Wahlpflichtbereich;

    Englisch wird zudem noch angeboten als

    Förderunterricht in den Jahrgangsstufen für Schüler und Schülerinnen, die Schwierigkeiten im Erlernen der englischen Sprache.

    Begabtenförderung in der Jahrgangsstufe 10, um den Schüler und Schülerinnen den Übergang zu weiterführenden Schulen, wie Gymnasium, Höhere Handelsschule, Wirtschaftsschulen etc. vorzubereiten und zu erleichtern.

    In einer festen Lerngruppe werden Techniken zur Texterarbeitung, zum Textverständnis und zum Arbeiten mit fiktionalen und nichtfiktionalen Texten wie zum Beispiel Kurzgeschichten, dramatischen Texten und aktuellen Zeitungsartikeln erarbeitet. Im Rahmen dieser Arbeitsgemeinschaft werden Verfahren und Arbeitsweisen behandelt, die an Gymnasien unterrichtet werden, an der Realschule im regulären Unterricht jedoch allenfalls ansatzweise behandelt werden können.

    Situationen außerhalb des Unterrichts

    Im Rahmen von Fremdsprachenwettbewerben, Schüleraustausch (Frankreich) sowie durch die Vermittlung von Brieffreundschaften (auch in Form von E-Mails) erhalten die Schüler und Schülerinnen die Möglichkeit, ihre fremdsprachlichen Kenntnisse außerhalb des Unterrichts in realen Situationen anzuwenden. Diese außerunterrichtlichen Angebote lassen die Schüler und Schülerinnen die Bedeutung des Fremdsprachenlernens erleben.

    Schüleraustausch mit Montargis, Frankreich

    Seit fast 30 Jahren besteht ein reger Schüleraustausch mit dem Collège du Chinchon in Montargis, der Partnerstadt Grevens. Jedes Jahr im Oktober besucht eine deutsche Schülergruppe für zwei Wochen Montargis, im Februar findet der 14-tägige Gegenbesuch der französischen Schüler in Greven statt. Während ihres Aufenthaltes im fremden Land sind die Schüler und Schülerinnen in Gastfamilien untergebracht.

    Während in den früheren Jahren das wichtigste Ziel des Austausches die Ausweitung der sprachlichen Kompetenz war sowie das Kennen lernen der anderem Kultur bezüglich Geschichte, Kunstgeschichte, Geographie, Wirtschafts- und Landeskunde samt der daraus resultierenden, oft erheblichen sprachfördernden Motivation ("Man wird gezwungen französisch zu sprechen"), wird heute "interkulturelles Lernen" als höchstes Ziel des Austausches genannt. Interkulturelles Lernen bedeutet: Einblicke in eine andere Lebensweise und Kultur sowie die Erfahrung von Gemeinsamkeiten und Unterschieden zu gewinnen. Dabei lernen die Schüler/innen Offenheit und Verständnis für andere Gewohnheiten und Denkweisen zu entwickeln und Vorurteile und Provinzialismus zu überwinden. Die deutschen und französischen Schüler/innen erleben den ihnen jeweils fremden Lebensraum, indem sie in besonderem Maße Anteil am Schul- und Familienleben nehmen. Weil sie "Mitglieder auf Zeit" einer Familie im Gastgeberland sind, haben die Schüler/innen die einmalige Gelegenheit, Erfahrungen von innen heraus zu machen, darunter auch die, von einer Gastfamilie gemocht und wertgeschätzt zu werden. Erfahrungen, die später als Tourist kaum mehr gemacht werden können.

    Die AFR legt Wert darauf, dass den Schüler/innen innerhalb des umfangreichen Austauschprogramms vielfältige Teilnahme am Unterricht in den Bereichen Sprache, Sport, Kunst und Hauswirtschaft geboten wird, damit sie einen persönlichen Zugang zu unserem Schulleben gewinnen können.

    Durch die Einbindung möglichst vieler Kolleg/innen und durch die sehr aktive Unterstützung von Eltern und Ehemaligen findet eine Sicherung des Austausches durch die ganze Schulgemeinde statt.

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    Naturwissenschaften

    Die Gestaltung des Unterrichts in den Fächern Biologie, Chemie und Physik muss immer wieder den Erfordernissen einer sich wandelnden Welt angepasst werden. Dabei spielen die Lernvoraussetzungen der Schüler/innen eine besondere Rolle.

    Organisationsstruktur

    Klassen      Fächer    Differenzierung

    Klasse5 - Biologie, PhysikKlasse6 - Biologie, PhysikKlasse7 - Biologie, Physik, ChemieKlasse8 - Biologie, Physik, Chemie

    Biologie als Klassenarbeitsfach ab Klasse 7 verbindlich möglich

    Klasse9 - Biologie, Physik, ChemieKlasse10 - Biologie, Physik, Chemie

    Biologie

    Neben den Aufgaben und Zielen, die in den Lehrplänen und schulinternen Lehrplänen für die einzelnen Klassen genannt werden, haben wir an unserer Schule die Schwerpunkte Gesundheits- und Umwelterziehung.

    1. GesundheitserziehungAuf Grund der Zunahme von gesundheitlichen Beschwerden bei Kindern und Jugendlichen wird auf die Förderung und Entwicklung gesunder Lebensweisen besonders Wert gelegt. Dabei geht es nicht nur um die Vermittlung von Einzelwissen, sondern um die Darstellung von Zusammenhängen, für die alle naturwissenschaftlichen Fächer ihren Beitrag leisten.Für die einzelnen Jahrgangsstufen sind die folgenden Themen vorgesehen:

    Klasse

    Themen 5    Rauchen, Unser Körper

    Themen 6    Mein Körper gehört mir; Körperliche Veränderungen

    Themen 7 und 8    Krankheiten, Suchtvorbeugung

    Themen 9    Aids-Beratung, Stoffwechselvorgänge

    Themen 10    Stoffwechselvorgänge

    2. Umwelt

    Für das Individuum und die Menschheit insgesamt sind die Beziehungen zur Umwelt zu einer Existenzfrage geworden. Deshalb spielt die Umwelterziehung im Biologieunterricht eine besondere Rolle. So sollen Schüler schon frühzeitig Einsicht in die ökologischen Zusammenhänge bekommen mit der Zielsetzung der Befähigung zu verantwortungsvollem Handeln im Hinblick auf den Schutz der Lebensgrundlagen. Hierbei soll auch das eigene Verhalten ständig kritisch hinterfragt werden.

    Themen 5 und 6Anpassung an verschiedene Lebensräume, Pflanzen und Tiere im Schulumfeld

    Themen 7 und 8Untersuchung der Lebensräume Wald, See und Meer

    Themen 9 und 10Entstehung und Entwicklung des Lebens auf der Erde, Ökosysteme

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    Chemie

    Ziel ist ein Fachunterricht, in dem fachübergreifend und exemplarisch einige Inhaltsbereiche des Lebens verstehend durchdrungen werden. Dazu werden solche Erkenntnisse der Fachwissenschaft einbezogen, die das Verstehen erleichtern oder verbessern. Chemieunterricht trägt zur Erweiterung notwendiger Handlungskompetenzen des Alltags bei. Dabei sichern fachliche Anteile in einem alltagsorientierten Chemieunterricht auch ein fachlich-systematisches Grundwissen. Darüber hinaus ist die Umwelterziehung ein permanentes Lernziel.

    Fachsystematik    Alltagsbezug

    -Stoffe und Reinstoffe, Element/Verbindung-Müll, Recycling. Luft, Wasser, Abwasser, Trinkwasser, Kläranlagen,Regen, -Gärung-Oxidation/Verbrennung-Luft, Verbrennung, Verkehr, Energie, Treibhauseffekt, Brände, -Luftschadstoffe-Säure-Base-Konzept-pH-Wert, Reinigen, Waschen, Saurer Regen, Sicherheit-Makromoleküle-Kunststoffe, Kunststoffrecycling, Nachwachsende Rohstoffe-Ionen/Salze-Salze, Erze, Batterien, Elektrolyse, Brennstoffzelle, Düngen-Löslichkeit/Unlöslichkeit-Salze, Trinkwasser, Abwasser, Waschen/Reinigen, Düngen

    Außerdem suchen die Fachlehrer/innen mit ihren Lerngruppen gezielt außerschulische Lernorte z.B. Kläranlage, Feuerwehr auf.

    Das Experiment im Chemieunterricht leistet einen entscheidenden Beitrag zur Ausprägung von Sach-, Methoden- und Sozialerfahrung der Lernenden.

    Während der zahlreichen, praktischen Übungen werden die Kooperationsbereitschaft – Teamfähigkeit, Konfliktfähigkeit – Toleranz gefördert. Wir schulen die Zuverlässigkeit, Ausdauer, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit, wodurch die Verantwortungsbereitschaft jedes einzelnen Schülers gefördert wird.

    Unterrichtspraktisches Beispiel aus Klasse 7.1

    Themenfolge:

    -Inhaltliche Schwerpunkte-Hinweise/Medien-Sicherheit im Chemieraum-Verhalten im Raum-Umgang mit dem Gasbrenner, Gefahrensymbole-Mitteilung an die Eltern, dass die Kinder in die besonderen -Verhaltensweisen im Unterricht eingewiesen wurden-Stoffe haben Eigenschaften-Bestimmung von Stoffeigenschaften: Farbe, Geruch, Brennbarkeit, -Geschmack, Härte,

    Schülerexperimente, Verhaltensregeln:

    -Deuten von Ergebnissen- Schmelzen von Glas,-Protokollieren-Messbare Stoffeigenschaften: Siede- und Gefrierpunkt, Löslichkeit, -Lösungsmittel, Lösungen-Erstellen von Diagrammen-Aggregatzustände-Sublimation und Resublimation von Jod-Zustandsdiagramm-Stoffe bestehen aus kleinen Teilchen-Kugelteilchenmodell

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    Der gesellschaftswissenschaftliche Fachbereich

    Die gesellschaftswissenschaftlichen Fächer bereiten die Schülerinnen und Schüler auf mündiges Verhalten bei der Gestaltung einer komplexen und sich rasch wandelnden Lebenswelt vor.

    Das Fach Geschichte trägt zum Gegenwartsverständnis bei der Erschießung der Bedingungen und Möglichkeiten vergangenen Lebens als bedeutsame Erfahrungen für Gegenwart und Zukunft. Es unterstützt die Schülerinnen und Schüler dabei, ihr Geschichtsbewusstsein, das als wesentlicher Ausdruck ihrer personalen und sozialen Identität gelten kann, im Sinne kritischer Aufgeklärtheit selbständig weiterzuentwickeln.

    Die Geographie hat die räumliche Umwelt als Ausdruck und Bedingung menschlichen Handelns zum Gegenstand. Der Erdkundeunterricht befähigt die Schülerinnen und Schüler, ihre nahe und ferne räumliche Umwelt zu verstehen und trägt zur Entwicklung eines problembewussten Weltverständnisses bei.

    Der Politikunterricht zielt auf die Ordnung von Erfahrungen politischer, sozialer und wirtschaftlicher Realität und die Schulung der Selbst- und Mitbestimmungsfähigkeit.

    Der sozialwissenschaftliche Unterricht baut auf dem Politikunterricht auf. Er wird den Schülerinnen und Schülern parallel zum Politikunterricht im Wahlpflichtfach angeboten. Aufgrund der zur Verfügung stehenden Zeit können die theoretische Durchdringung der Inhalte intensiver und umfassender, die Möglichkeit der Anwendung handlungsorientierter Methoden größer sein als in den anderen Fächern der Gesellschaftslehre.

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    Geschichte

    Aufgabe des Geschichtsunterrichts ist es, die Gegenwart zu verstehen. Das ist nur möglich, wenn man die historische Entwicklung der Vergangenheit kennen lernt und sich mit ihr kritisch auseinandersetzt. Dabei erfahren wir uns als ein Bindeglied zwischen der Vergangenheit und der Zukunft, die wir verantwortungsvoll gestalten müssen. Wir lernen so, unsere eigene Existenz in ihrer Geschichtlichkeit zu verstehen. Der Geschichtsunterricht ist also keineswegs veraltert, er hat seine Berechtigung und seine ganz besondere Bedeutung im Erziehungsauftrag der Schule.

    In unserer Schule wird deshalb auf die Aktivitäten im Geschichtsunterricht besonderen Wert gelegt und die spezifischen Erfahrungsmöglichkeiten unseres Heimatraumes werden genutzt. Der Anfangsunterricht wird durch Besuche der verschiedenen Museen in der Umgebung unterstützt (z.B. Sachsenhof, Stadtmuseum etc.). Hierdurch soll bei den Schüler/innen ein besonderes historisches Interesse geweckt werden und so wird über Jahrhunderte hinweg ein Bogen zu der heutigen Zeit gespannt.

    In den Klassen 9 und 10 wird besonders die Zeit des Nationalsozialismus und seiner Vorgeschichte behandelt. Dies ist auch deshalb sehr wichtig, um dem aufkommenden Neonazismus wirksam entgegen treten zu können. Der Name "Anne Frank" verpflichtet uns in besonderer Weise auf Schicksale jüdischer Menschen hinzuweisen. Ein Beispiel hierzu ist die Geschichte des Walter Weyl aus Greven, der im Konzentrationslager Auschwitz ermordet wurde.

    Hierzu gehört auch, dass den Schüler/innen Gelegenheit gegeben wird u.a. das KZ Bergen Belsen zu besuchen, zumal hier Anne-Frank ermordet wurde.

    Es wird den Schüler/innen ermöglicht, sich an verschiedenen Wettbewerben zu beteiligen, wie z.B. "Wir Deutschen und unsere östlichen Nachbarn". Dies trägt dazu bei, dass die Gegensätze und Grenzen zwischen den Völkern überwunden werden.

    Aktuelle zeitgeschichtliche Ereignisse z.B. der Nah-Ost-Konflikt, die Nachkriegs-geschichte Deutschlands, die Balkankrise, der Zerfall der Sowjetunion runden das historische Unterrichtsgeschehen ab und tragen so zur Bildung eines gefestigten historischen Bewusstseins bei.

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    Politik

    Die Demokratie lebt von der Aktivität ihrer Bürgerinnen und Bürger. Politisches Lernen soll die Schüler/innen zur Teilnahme am politischen Leben befähigen.

    Es zielt demnach auf folgende Fähigkeiten:

    sich in politisch-gesellschaftlichen Problemfeldern sachkundig zu machen

    soziale Wahrnehmungsfähigkeiten entwickeln und verbessern

    soziale Erfahrungen verarbeiten

    begründet urteilen

    Folgen und Nebenfolgen von Handlungen abschätzen

    verantwortlich entscheiden und handeln

    Den Wissenschaftsbezug des Politikunterrichts bilden die Sozialwissenschaften (Politikwissenschaft, Soziologie, Wirtschaftswissenschaften).Die Intentionen des Politikunterrichts sollen dort aufgenommen und vertieft werden.

    Der Politikunterricht ist gemeinsam mit den Fächern Erdkunde und Geschichte Bestandteil des Lernbereichs Gesellschaftslehre. Jedes der Fächer bietet einen unterschiedlichen Zugriff, gesellschaftliche Wirklichkeit zu erfassen. Alle drei ergänzen sich, wobei der Politikunterricht insbesondere darauf zielt, politische und soziale Handlungskompetenz zu erreichen.

    Politisches Lernen findet in schulischen, wie außerschulischen Situationsfeldern statt. Damit sind Realsituationen gemeint, in denen sich die SchülerIinnen gegenwärtig oder zukünftig befinden, z.B. Schule, Familie, Freizeit, Arbeitswelt, Markt, Verbände/Parteien, Öffentlichkeit, Staat, Staaten, Weltgemeinschaft usw.

    Die politisch/gesellschaftlichen Aktivitäten werden in sieben Handlungstypen zusammengefasst:

    - mit anderen zusammen etwas tun (Interaktion),- sich mit anderen verständigen (Kommunikation)- für sich und andere vorsorgen (Vorsorge)- Bedürfnisse befriedigen (Konsum)- etwas herstellen und absetzen (Produktion)- sich an Entscheidungen beteiligen (Mitbestimmung)- etwas verbindlich regeln (Organisation)- etwas durchsetzten (Herrschaft)

    Aus der Kombination der Situationsfelder und der Handlungstypen ergeben sich die Unterrichtsinhalte, die z.B. für die Klasse 5 folgendermaßen aussehen können:

    Politik, was ist das? Inhalte: Einführung in das Fach

    Lauter neue Lehrer! Inhalte: Kennen lernen der Schulordnung, Kommunikationzwischen Lehrern und Schülern, Hilfen zur Bildung eine funktionierendenKlassengemeinschaft, Informationen zur SV, Probleme des neuen Schulweges,Erarbeitung der Begriffe: Rolle, Rollenverhalten, Konflikt, Gruppe, Gruppendruck,Normen, Außenseiter, Vorurteil

    Was tun wir in unserer Freizeit? Inhalte: Begriffsbestimmung, Sinn der Freizeit,Freizeitgestaltung

    Wohin mit dem Müll? Inhalte: Wohlstand ist begleitet von Umweltbelastung,Verhaltensmöglichkeiten

    Ich brauche mehr Taschengeld! Inhalte: Aufgaben und Arten des Geldes, einfacherWirtschaftskreislauf, Bedürfnisse, Angebot, Nachfrage, Preis

    Jeder ist Verkehrsteilnehmer! Inhalte: Probleme des neuen Schulweges,Rollenverhalten im Straßenverkehr

    In jedem Schuljahr steht ein Kontingent von ca.30% zur freien Verfügung, um einzelne Themenbereiche zu vertiefen, auf aktuelle Themen einzugehen oder besondere Interessen der SchülerIinnen zu berücksichtigen.

    Infolge der unübersehbar gewordenen Informationsfülle und des allgemein anzustrebenden pädagogischen Zieles, Selbstständigkeit der SchülerIinnen zu erreichen, ist es notwendig, den SchülerInnen im Politikunterricht Methodenwissen zu vermitteln. Dazu gehören z.B.:

    die Expertenbefragung (Information einholen, um sich sachlich entscheiden zu können)das Interview (Einstellungen und Meinungen zu einem aktuellen Problem einholenErkundungen (Herausfinden, wie eine Institution arbeitet)Statistiken und Karikaturen lesenStreitgespräche führen (einen Standpunkt vertreten und mit Argumenten belegen)Rollenspiele (sich in andere hineinversetzen und das Verhalten in ungewohnten Situationen üben)Gruppenarbeit (arbeitsteilig gemeinsame Lösungen anstreben)Zukunftswerkstatt (gemeinsam kreativ neue Lösungen finden)Dokumentationen erstellen usw.

    Der Politikunterricht umfasst im Durchschnitt eine Wochenstunde im Schuljahr. Um eine intensive Vorbereitung des Praktikums zu gewährleisten und die SchülerIinnen bei der Berufswahl zu begleiten, sind in der 9. Klasse zwei Stunden vorgesehen.

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    Der sozialwissenschaftliche Unterricht

    wird an der Anne-Frank-Realschule in der Differenzierung ab Klasse 8 als Alternative zu Französisch oder Naturwissenschaften angeboten, um den Schülerinnen und Schülern zu ermöglichen, ein Fach nach Neigung und Leistungsvermögen für die verbleibenden drei Jahre zu wählen. Es wird in der Klasse 8 dreistündig und in 9 und 10 vierstündig unterrichtet. Neben den mündlichen und sonstigen Beiträgen werden 5 Klassenarbeiten zur Leistungsmessung und -bewertung herangezogen. Das Fach schafft in besonderem Maße Voraussetzungen für verantwortliche Tätigkeiten in der Arbeitswelt und im Gemeinwesen. Es bereitet vor auf soziale und kaufmännische Berufe und auf Tätigkeiten in Dienstleistungsunternehmen und Verwaltungen.

    Ziel des Unterrichts ist gesellschaftliche Handlungskompetenz, d.h. die Fähigkeit und Bereitschaft zur Gestaltung des Lebens in einer demokratisch verfassten Gesellschaft.

    Gegenstände sind

    Bereiche des Zusammenlebens:

    - Aufwachsen und Lernen

    - Konsum und Vorsorge

    - Freizeitgestaltung

    - Informationsgewinnung und Meinungsbildung

    - Mitgestaltung politischer Prozesse

    - Arbeit und Beruf/Berufswahlorientierung

    Gesellschaftliche Entwicklungen:

    - demokratische Gesellschaft

    - technologische Gesellschaft

    - Wohlstandsgesellschaft

    - soziale Gesellschaft

    - multikulturelle Gesellschaft

    - ökologische Gesellschaft

    - internationale Gesellschaft

    Zur Förderung der gesellschaftlichen Handlungskompetenz gehört die Einübung in Methoden, die Selbständigkeit sowie Kommunikation und Kooperation fördern. Sie tragen zum ganzheitlichen Lernen bei, bahnen Fähigkeiten an, die in der Berufs- und Arbeitswelt immer bedeutsamer werden (selbständiges Planen, Durchführen und Kontrollieren - allein und im Team) und verstärken die Lernmotivation. Solche Methoden sind

    - Realbegegnungen (Erkundung, Befragung, Interview)

    - Fallanalysen

    - Diskussionsübungen

    - Rollen-, Konferenz- und Planspiele

    - Projekte

    - Zukunftwerkstätten

    - Produktionen und Dokumentationen

    Der Computer kann als Hilfsmittel zur Recherche, Gestaltung sowie zur Modellbildung und Simulation benutzt werden.

    Die Themenpläne eines SW-Kurses werden von Lehrern und Schülern auf Grund der Lehrplanvorgaben und besonderer Gesichtspunkte gestaltet.

    Solche Gesichtspunkte sind:

    - Aktualität

    - Betroffenheit

    - Interessen

    - Zukunftsbedeutsamkeit

    - Aufbau von Urteilsfähigkeit

    - Handlungsmöglichkeiten

    Zur Verdeutlichung ist ein Beispiel angefügt:

    Sozialwissenschaften Kl. 8 (Schuljahr 1998/99)

    T h e m e n M e t h o d e n

    - Gemeinsamer Themenplan Schneeballmethode

    - Gefährdung Jugendlicher durch Sucht Falluntersuchungen Entwurf positiver Verhaltensweisen

    - Arbeitseinkommen

    - Wege zur Lohnfindung; Beobachtung eine laufenden Tarifverhandlung

    - Umweltbelastung durch Freizeitverhalten (FMO) Expertengespräche

    - Wie politische Einscheidungen zustande kommen

    - Beeinflussung durch Werbung Analyse von Plakaten, TV-Spots ... (Beispiel: Wahlwerbung)

    - Rechte und Pflichten am Arbeitsplatz; Rollenspiel: Konflikt am Arbeitsplatz und im Betrieb

    - Was bringt uns der Euro? Befragung

    - Sicherung des Friedens - eine dauernde Aufgabe? Fallanalyse / Diskussionsübung

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    Sport

    Unsere Schule verfügt über eine Zweifachturnhalle (Mühlenbachsporthalle), darüberhinaus nutzen wir noch den "Sportspielplatz "neben unserer Schule gelegen. Diese Unterrichtsstätten ermöglichen ein reichhaltiges Unterrichtsangebot. Der überwiegende Teil unseres Sportunterrichts findet in der Zweifachturnhalle statt, in der zwei Sportgruppen parallel unterrichtet werden. Ferner steht uns im Winterhalbjahr an zwei Vormittagen pro Woche das Hallenbad und im Sommer das Freibad zur Verfügung. In der Sommerzeit nutzen wir ferner das Waldgelände "Gronenburg" für Ausdauerläufe. Leichtathletische Disziplinen können nur eingeschränkt unterrichtet werden, da uns keine geeignete Sportstätte in angemessener Nähe zur Verfügung steht.

    Der Sportunterricht für die Klassen 5 – 7 wird an unserer Schule überwiegend koedukativ erteilt, d.h. dass die Mädchen und Jungen einer Klasse gemeinsam Sportunterricht haben. In dieser Altersstufe sind nach unserer Erfahrung die sportlichen Interessen und Fähigkeiten von Mädchen und Jungen noch gut miteinander vereinbar. Ausserdem stärkt das gemeinsame Sporttreiben den Klassenverband, auch hinsichtlich des Erlernens von sportlichen, organisatorischen und sozialen Spielregeln.

    Ab Klasse 8 werden bei uns Mädchen und Jungen getrennt unterrichtet, da sich mit zunehmenden Alter die sportlichen Interessen und Fähigkeiten beider Geschlechter weitgehend unterschiedlich entwickeln.

    Unsere Schüler / innen erhalten in den Klassen 5 bis 10 drei Stunden Sportunterricht pro Woche, von denen zwei Stunden zu einer Doppelstunde zusammengelegt werden. Die Jahrgangsstufe 9 erhält zur Zeit nur zwei Stunden Sportunterricht. Dies wird kompensiert durch den Wahlpflichtunterricht (u.a. Volleyball, Tennis).

    Themen des Hallensports in Klasse 5 bis 7 sind vor allem eine Vielzahl der sogenannten "Kleinen Spiele" zum Sich-Austoben und Erlernen von Grundfertigkeiten im Umgang mit dem Ball, d.h. von Werfen, Fangen und Treffen. Ferner werden Grundfertigkeiten in einem "großen Sportspiel" wie z.B. Volleyball / Basketball und / oder Fußball vermittelt. Auf dem Unterrichtsprogramm stehen ferner die Festigung und Erweiterung turnerischer Fertigkeiten zur Unterstützung der Körperkontrolle, Haltung, Kraft, Gelenkigkeit und Körperkoordination. In der Leichtathletik werden altersgemäße Disziplinen, wie Laufen, Springen und Werfen trainiert und zur Schulung der Ausdauer nutzen wir das umliegende Gelände.

    Da sich bei den Mädchen ab ca. 13 / 14 Jahren ein zunehmendes Interesse an kreativer Bewegungsgestaltung in Verbindung mit aktueller Musik, häufig auch angeregt durch Video – Clips zeigt, versuchen wir, dem Rechnung zu tragen durch Unterrichtsreihen zum Thema Gymnastik und Tanz. Weiterhin berücksichtigen wir auch das Interesse an aktuellen Fitness – und Sportprogrammen. Weiter gehört zum Sportprogramm der Klassen 7 bis 10 das Erlernen von Rückschlagspielen (Volleyball, Badminton), von Wurfspielen (vor allem Basket – bzw. Streetball) und von Torschußspielen (Fußball, Hockey).

    Im Jungensport geht es um die Entwicklung nach der Trennung von koedukativem Unterricht im Bereich der Spiele etwas mehr auf den fairen, körperbetonten Einsatz hin, der mit der Vermittlung von Technik und Taktik einhergeht. Schwerpunkte bilden dabei die Spiele Basketball, Volleyball, Handball, Fußball, Hockey, Badminton, Tischtennis.

    Im Bereich des Turnens gilt es nach dem Erlernen neuer Bewegungsformen an verschiedenen Geräten zu selbstgestalteten Komplexübungen zu finden. In der Leichtathletik werden Übungen des Kurzstreckenlaufs, der Staffeln, des Langstrecken- und Geländelaufs, des Weitsprungs und Hochsprungs durchgeführt. Mit zunehmendem Alter erhalten die Schüler/innen ferner Gelegenheit, den Sportunterricht sowohl inhaltlich – thematisch als auch organisatorisch selbst - bzw. mitzugestalten. Wenn möglich, werden Wettkampfmannschaften für das Landessportfest der Schulen im Bereich Spiele gemeldet. Schwerpunkt hierbei ist Fußball. Unsere Schule nimmt am Schulprojekt "Safer Skating NRW" teil. Inline-Skating gehört mittlerweile zu den beliebtesten Sportarten, die Kinder und Jugendliche in ihrer Freizeit ausüben. Ziel des Projektes ist es, das Gefahrenpotenzial durch Erlernen bestimmter Techniken und durch das Tragen von Schutzkleidung zu verringern.

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    Religiöse Erziehung im Schulprogramm

    Der Religionsunterricht wird an unserer Schule, dem Konkordat entsprechend, regelmäßig von konfessionell gebundenen Lehrkräften in allen Klassen zweistündig erteilt.

    Unsere Schule bemüht sich, jungen Menschen zu helfen, die nach dem Sinn des Lebens fragen. Besonders dem Religionsunterricht ist es wichtig, dass unsere Schulgemeinschaft für sich anerkennt, dass es Werte gibt, für die es sich einzusetzen lohnt. In einer Zeit, in der kirchlicher Einfluss und religiöse Prägung im Elternhaus mehr und mehr schwinden, muss die Frage nach der Bedeutung der Wertefindung neu gestellt werden.

    Die Hauptaufgabe ist darin zu sehen, Kinder und Jugendliche zu begleiten und zu ermutigen, ihre eigene Stimme zu finden, ihre eigene Sprache zu entwickeln und ihre persönliche Glaubensüberzeugung auszudrücken.

    Selbstverständlich ergibt sich daraus, dass die Überzeugungen der Einzelnen ernst genommen werden und im Unterricht ihren Platz bekommen, ebenso, dass sich die Jugendlichen durch den Religionsunterricht der eigenen Wurzeln bewusst werden können.

    "Der Religionsunterricht leistet einen Beitrag zur allgemeinen menschlichen Bildung , indem er zu einem offenen, auf das Ganze der Wirklichkeit ausgerichteten Denken und Handeln verhilft. Durch die Entfaltung kognitiver, kreativer und sozialer Fähigkeiten trägt er zur Entwicklung eines individuellen Selbst- und Weltverständnisses, d. h. zur Persönlichkeitsentwicklung bei." (Richtlinien S. 38-39)

    Diese Aussage behält auch Bedeutung für den, der sich nicht zu einem Glauben an einen persönlichen Gott imstande sieht. Sie besagt, dass wir von Vorgaben leben, die wir uns nicht selbst setzen. Sie weist darauf hin, dass der Mensch sich missversteht, wenn er sich ausschließlich als Selbstentwurf begreifen will.

    Wertevermittlung ist ohne Antwort auf die Frage nach dem Menschenbild und damit ohne Transzendenzbezug nicht möglich. Den Menschen stehen nicht alle Werte und Normen zur Disposition; deshalb spielen auch Glaubensüberzeugungen und Setzungen aus dem Glauben für eine plurale Gesellschaft eine wichtige Rolle.

    Die Hauptgefahr heute ist nicht mehr das Heranwachsen verklemmter Menschen durch falsche Religionen, sondern die Weigerung, sich persönlich auf Wertevorstellungen einzulassen und für sich selbst anzuerkennen.

    Alle Werte leiten sich vom Hauptgebot "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" ab.

    Für unseren Schulalltag bedeutet das, in konkreten Situationen eine Orientierung zu haben. D. h. in Situationen von alltäglichem Rassismus und von Diskriminierung (jede Handlung oder Haltung, die zur Folge hat, dass Menschen benachteiligt werden) Schüler und Schülerinnen zu ermutigen, den Mund aufzumachen. Dies ist eine Voraussetzung zur Verhinderung eines neuen "Ausschwitz".

    Unser Religionsunterricht enthält ein auf den ganzen Menschen ausgerichtetes Bildungsverständnis. Er fördert deshalb

    - die Wahrnehmung von Glück

    - sich selbst annehmen und sich entwickeln

    - Bewusstsein von eigener Geschichtlichkeit

    - die Wachheit für Fragen nach sinnerfülltem Leben

    - die Fähigkeit in der Gemeinschaft zu leben

    - das Bewusstsein von der Begrenztheit allen menschlichen Denkens

    - das Durchschauen abhängig machender Ersatzreligionen (Sekten)

    Somit enthält unser Religionsunterricht wenig Normatives, er bietet viel Raum für Kommunikation und arbeitet daran, das Ich der Schülerinnen und Schüler zu stärken, Formen des Zusammenlebens zu schaffen, die auf Respekt und Fürsorge beruhen. Wir möchten keine "Einzelkämpfer" ausbilden, sondern Menschen, die fähig sind, ihr Zusammenleben zu gestalten.

    Die Konkretisierung all unserer Bemühungen schlägt sich in den Projekttagen "Sinnerfülltes Leben" nieder.

    (Zu den Inhalten der Projekttage und den genaueren Inhalten des jeweiligen Fachunterrichts siehe schulinterne Lehrpläne und Anlagen in der Schule.)

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    Praktische Philosophie

    Für Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 und 10, die nicht am konfessionellen Religionsunterricht teilnehmen, wird das Fach Praktische Philosophie unterrichtet. Der Unterricht leistet einen spezifischen Beitrag den Schülerinnen und Schülern Anregungen und Hilfen auf dem Weg zur Entwicklung einer mündigen Persönlichkeit zu geben. Er tut dies ohne religiöse und konfessionelle Ausrichtung.

    Der Unterricht hat die Aufgabe, den Schülerinnen und Schülern dabei zu helfen, Antworten auf die Frage nach dem Sinn menschlicher Existenz zu finden und die Jugendlichen zu befähigen in einer pluralen Gesellschaft selbstbestimmt, tolerant, verantwortungsbewusst und solidarisch zu leben.

    Ziel des Unterrichts ist es deshalb, Möglichkeiten zu erschließen, die Wirklichkeit differenzierter wahrzunehmen und zu beurteilen, sowie Empathie, Wert- und Selbstbewusstsein zu entwickeln. Es ist daher die Aufgabe des Faches, grundlegendes Wissen über Wert- und Sinnfragen zu vermitteln und die Urteilsfähigkeit zu fördern. Die Schüler sollen dadurch lernen sich eigenen und fremden Denkens, Fühlens und Handelns bewusst zu werden, sich damit auseinanderzusetzen und eine sinnstiftende Lebensperspektive zu entwickeln.

    Praktische Philosophie hat weiterhin die Aufgabe, den Schülerinnen und Schülern wichtige weltanschauliche und religiöse Entwicklungen sowie ideengeschichtliche Zusammenhänge nahezubringen. Dabei haben die Jugendlichen die Möglichkeit, die religiösen und weltanschaulichen Vorstellungen, die unsere eigenen und fremden Kulturen geprägt haben, aus ihren Ursprüngen und Traditionen heraus zu verstehen. Sie sollen sich mit den darin erkennbaren Wertvorstellungen im Sinne interkultureller Toleranz auseinandersetzen und dazu Stellung nehmen. Insgesamt sollen damit Grundlagen für verantwortliches Handeln gelegt werden.

    Musisch-künstlerische Erziehung

    Planmäßige Unterrichtsverteilung für die einzelnen Jahrgangsstufen:

    Kunst: zweistündig in den Jahrgängen 6, 8, 9, im Wahlpflichtbereich 10

    Textilgestaltung: zweistündig in den Jahrgängen 5, 7, 9, im Wahlpflichtbereich 10

    Musik: zweistündig in den Jahrgängen 5, 6, 9, im Wahlpflichtbereich 10 einstündig im 7. Jahrgang

    Seitenanfang Kunst

    Ausgehend von den zu vermittelnden Schlüsselqualifikationen wie Selbständigkeit, Methodenkompetenz, Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit, Kreativität und Eigeninitiative geht es im Fach Kunst u. a. um die Vermittlung von Techniken, Materialerfahrungen, kunsthistorischen Bezügen mit anschließender Umsetzung von Jahrgangsstufengerechten, bzw. gruppengerechten Themen und Aufgaben. Jahrgangsstufe 5/6:

    n der Erprobungsstufe geht es vorrangig um den praktischen Umgang mit Farben und Materialien, da in dieser Altersstufe das Fach Kunst für die Kinder einen hohen "praktischen" Aufforderungscharakter hat sich sowohl bildnerisch zu äußern, als auch die Welt haptisch zu erkunden.

    Vorgesehene Inhalte sind u.a.:

    Farbenlehre (Erproben unterschiedlicher Farbmittel)

    Grafik (Linie als Gestaltungsmittel)

    Skulptur/Relief (Materialerfahrung, Konstruktion, Collage)

    Jahrgangsstufe 7/8:

    Aufbauend auf die in der Erprobungsstufe erworbenen Erfahrungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten werden die technischen Möglichkeiten in Verbindung mit alters- bzw. umfeldbezogenen Themen gefestigt und erweitert. Insbesondere die Entdeckun alternativer Ausdrucksmöglichkeiten für diese Altersgruppe wird gefördert und unterstützt.

    Vorgesehene Inhalte sind u.a.:

    Malerei (kunsthistorische Bezüge, Farbperspektive)

    Grafik (Parallelperspektive, Fluchtpunktperspektive)

    Skulptur (Dreidimensionalität, Objekt)

    Jahrgangsstufe 9/10 (Wahlpflichtbereich):

    In diesen Jahrgangsstufen besteht für die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich für eins der Fächer – Kunst, Musik, Textilgestaltung – zu entscheiden. DieThemen und Aufgabenstellungen sind in sich geschlossen, so dass nach Klasse 9 eine Fächerwahl möglich ist.

    Vorgesehene Inhalte sind u.a.:

    Malerei (kunsthistorische Bezüge,

    gesellschaftspolitische Bezüge, Umgestaltung)

    Grafik (Druckverfahren, Plakatkunst)

    Skulptur (Objektkunst, Happening, Aktionskunst)

    Neue Medien (Internet, Videokunst)

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    Musik

    Auf der Basis der vorab genannten zu vermittelnden Schlüsselqualifikationen lässt sich die Vorgehensweise im Fach Musik in vier Bereiche gliedern:

    Musik machen

    Musik hören

    über Musik nachdenken

    Musik umsetzen

    Jahrgangsstufe 5/6:

    In den Jahrgangsstufen 5 und 6 stehen die Bereiche -Musik machen- und -Musik umsetzen- im Vordergrund. Auch für das Fach Musik gilt, dass die Kinder der Erprobungsstufe eine hohe Bereitschaft zeigen, sich musikalisch zu äußern und musikalische Ausdrucksformen zu erproben. Das Lied hat deshalb mit all seinen vielfältigen Darstellungs-, Einsatz- und Umsetzungsmöglichkeiten einen großen Stellenwert im Musikunterricht. Jedoch auch die musikalische Darstellung von Phänomenen aus Natur und Technik sowie menschlicher Eigenschaften und Verhaltensweisen ist Themenschwerpunkt des Faches Musik (Beisp.: Programmmusik)

    Jahrgangsstufe 7/8:

    In diesen Jahrgangsstufen verschieben sich die Schwerpunkte aufgrund der psychologisch bedingten abnehmenden Bereitschaft sich musikalisch darzustellen auf die Bereiche -Musik hören- und -über Musik nachdenken-. Es findet nun eine verstärkte Hinwendung zu "absoluter" Musik mit der Bearbeitung musiktheoretischem Hintergrund statt. Jedoch auch die Abgrenzung von "U-Musik" und "E-Musik", insbesondere die Erarbeitung des Bereiches der "Entwicklung von Rock- und Popmusik" wird aufgrund des in dieser Altersgruppe hohen Identifikationsgrades mit "Idolen" aus der Popmusik berücksichtigt.

    Jahrgangsstufe 9/10:

    Da die Schülerinnen ujnd Schüler der Klassen 9 und 10 zwischen den Fächern Musik, Kunst und Textilgestaltung wählen können, ist von einem speziellen Interesse für das gewählte Fach auszugehen. Nun können wieder alle vier Bereiche des Musikunterrichts einbezogen werden und unterschiedliche Themen unter verschiedenen Aspekten bearbeitet werden. Es werden Werke im Zusammenhang vorgestellt und unter den verschiedenen Bereichsaspekten erarbeitet bzw. umgesetzt.

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    Beratungskonzept der Anne-Frank-Realschule

    Beratung in der Schule ist ein selbstverständlicher und integrierter Bestandteil der erzieherischen und unterrichtlichen Bemühungen von Schulen. Grundlage der einheitlichen Beratung ist selbstverständlich:

    - Bereitschaft, Diskussionsergebnisse praktisch umzusetzen- getroffene Absprachen konsequent anzuwenden- sich bei der täglichen Arbeit gegenseitig zu unterstützen

    Erzieherische Beratung

    Schullaufbahnberatung

    Die Schullaufbahnberatung umfasst zunächst eine allgemeine Orientierung von Eltern und Schülern im Verlauf des vierten Grundschuljahres am Informationstag, ergänzt durch eine Informationsschrift (siehe Anlage).

    Eine persönliche Beratung bezüglich der Aufnahme in die Realschule erfolgt durch den Schulleiter bei der Anmeldung nach Durchsicht der Anmeldeunterlagen.

    Im Laufe der Erprobungsstufe wird die Eignung des Schülers für die Realschule in regelmäßigen Abständen auf Erprobungsstufenkonferenzen erörtert. In Problemfällen nimmt der Klassenlehrer unverzüglich mit den Eltern Kontakt auf und lädt zu Beratungsgesprächen - auch mit betroffenen Fachlehrern ein. In den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch wird bei Lernverzögerungen Förderunterricht durch die Fachlehrer angeboten.

    Am Ende der Erprobungsstufe trifft die Klassenkonferenz eine Entscheidung über den Verbleib an der Realschule. Der Klassenlehrer bietet in Problemfällen den Eltern Entscheidungshilfen bezüglich der weiteren Schullaufbahn an.

    Im zweiten Halbjahr der siebten Klassen findet im Unterricht und an Informationsabenden für Eltern und Schüler die Beratung über die Neigungsdifferenzierung ab Klasse 8 statt. An dieser Beratung sind die Fachlehrer für Fremdsprachen, Naturwissenschaften, Sozialwissenschaften und der Klassenlehrer beteiligt.

    Zu Beginn der neunten Klassen werden die Schüler von den Fachlehrern bezüglich der Wahlen des musischen Faches und des Wahlpflichtfaches beraten.

    Anfang der neunten Klasse beginnt die Berufswahlvorbereitung vor allem durch den Politiklehrer und den Klassenlehrer in Zusammenarbeit mit dem Berufsberater des Arbeitsamtes

    Während der zehnten Klassen wird durch den Berufsberater, den Klassenlehrer und den Politiklehrer intensiv über die Ausbildungsangebote der weiterführenden Schulen informiert und beraten.

    Erzieherische Beratung

    Über die Lernfortschritte des einzelnen Schülers wird in regelmäßigen Konferenzen durch den Klassenlehrer und die Fachlehrer beraten. Bei Lernstörungen oder speziellen Lernproblemen bietet der Klassen- bzw. Fachlehrer Eltern und Kindern Beratung und Hilfe an. Lernverzögerungen sollen in den Klassen 5 und 6 durch den Förderunterricht aufgefangen werden. Alle Fachlehrer vermitteln während des Unterrichts ihre fachspezifischen Methoden. Die Klassenlehrer üben insbesondere in den Klassen 5 Techniken zur Bewältigung des Arbeitsalltags.

    Ein geregeltes Schulleben erfordert es, dass die Schüler gewisse Verhaltens- und Ordnungsregeln kennen und einhalten.

    Bei Verhaltensauffälligkeiten erfolgen zunächst erzieherische Maßnahmen durch den betroffenen Lehrer. Sollte dies nicht zum Erfolg führen, wird der Klassenlehrer eingeschaltet, der im Bedarfsfall den Schulleiter einschaltet und Ordnungsmaßnahmen einleitet. Die Eltern werden frühzeitig informiert, damit eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Schule und Erziehungsberechtigten gewährleistet ist.

    Bei Verhaltensauffälligkeiten, die Streitigkeiten unter den Schülern betreffen, wird zunächst das Streitschlichterteam, bestehend aus Schülern der Klassen 9 und 10, eingeschaltet.

    Sollten die angebotenen Hilfen der Schule nicht greifen, können Kontakte zu außerschulischen Einrichtungen vermittelt werden, z.B. psychologische Beratungsstelle der Caritas, Jugendamt der Stadt Greven.

    Im Rahmen der Gesundheitserziehung stellt die Schule Kontakte zu außerschulischen Einrichtungen her, die die Schüler während der Unterrichtszeit informieren und beraten:

    Untersuchung und Beratung durch den Schulzahnarzt

    Angebot einer Impfung gegen Röteln für die Mädchen der Klassen 5

    Aids-Beratung in den Klassen 9

    Suchtberatung findet zunächst durch die Fachlehrer im Biologie-, Politik- und Religionsunterricht statt. Im Bedarfsfalle steht der Beratungslehrer der Schule zur Verfügung, der gegebenenfalls Kontakte zu den Beratungsstellen herstellt.

    Die Beratung zu den Sicherheits- und Unfallverhütungsvorschriften findet durch die Fachlehrer der Fächer Sport, Werken und Naturwissenschaften statt.

    Über richtiges Verhalten auf dem Schulgelände und auf dem Schulweg werden die Schüler durch die Klassenlehrer und Politiklehrer informiert. Darüber hinaus erfolgt ein Busbenutzungstraining durch ein Busunternehmen für die Klassen 5. Weiterhin bietet die Verkehrspolizei ein Fahrrad- und Schulwegtraining für die Klassen 6 an.

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    Berufswahlvorbereitung

    Anfang der neunten Klasse beginnt die Berufswahlvorbereitung vor allem durch den Politiklehrer und den Klassenlehrer in Zusammenarbeit mit dem Berufsberater des Arbeitsamtes. Das Programm umfasst folgende Punkte:

    - Kontaktaufnahme mit dem Berufsberater in der Schule

    - monatliche Beratungsgesprächsangebote durch den Berufsberater in der Schule (kurze Einzelberatungsgespräche)

    - Beratungsangebot des Berufsberaters an Elternsprechtagen und Elternabenden

    - Besuch des Berufsinformationszentrums mit dem Klassenlehrer

    - Betriebserkundungstage betreut durch den Politiklehrer in den Bereichen Verwaltung und Produktion

    - Vorbereitung des Betriebspraktikums und Beratung durch den Politik- und Deutschlehrer

    - Betreuung des Betriebspraktikums durch Politik-, Klassen- und bestimmte Fachlehrer

    - Teilnahme an Informationsangeboten der örtlichen Wirtschaft

    - Bewerbungstraining :

    Zusammenstellung der BewerbungsunterlagenVorbereitung auf AuswahltestsEinüben von Vorstellungsgesprächen

    Die SchülerIinnen erhalten umfangreiches Informationsmaterial des Arbeitsamtes und anderer Anbieter in Form von Broschüren, Büchern und CDs.

    Während der zehnten Klassen wird durch den Berufsberater, den Klassenlehrer und den Politiklehrer intensiv über die Ausbildungsangebote der weiterführenden Schulen informiert und beraten.

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    Sexualerziehung

    Die schulische Sexualerziehung wird in verschiedenen Fachbereichen wahrgenommen und durch die Elternmitwirkung ergänzt. Neben den biologischen Zusammenhängen finden auch ethische, soziale und kulturelle Aspekte Berücksichtigung. In den Klassenpflegschaften werden die Eltern über ihre Mitarbeitsmöglichkeiten informiert sowie auf die Verfahren und Unterrichtsinhalte hingewiesen. So können Eltern vorher/nachher und/oder parallel zum Unterricht die Sexualerziehung ihrer Kinder begleiten.

    Im Biologieunterricht ist die Sexualerziehung eingebettet in das übergeordnete Thema Gesundheitserziehung.

    Ziele:

    Entwicklung der Persönlichkeit

    Übernahme von Verantwortung sich selbst und anderen gegenüber

    Entwicklung einer eigenen Wertvorstellung

    Erarbeitung sachlich begründeten Wissens

    Respekt und Toleranz gegenüber dem Sexualverhalten anderer

    Entwicklung des Selbstvertrauens

    Methoden:

    Eine erfolgreiche Mitarbeit beruht auf dem gewachsenen Vertrauensverhältnis zwischen den Schülern (Schülerinnen) und ihren Lehrern (Lehrerinnen).

    Lehrbücher, Folien und Filmmaterial dienen als Medien, wobei unterstützend Hygieneartikel, kleine Aufklärungsbroschüren und - je nach Altersstufe - auch Kondome zur Anschauung eingesetzt werden. Der Unterricht erfolgt in der Regel koedukativ. In den 9. Jahrgängen führt ein schulexterner Sexualpädagoge eine Unterrichtseinheit sowohl mit geschlechtshomogenen als auch koedukativen Gruppen durch. Rollenspiele ermöglichen einen vielfältigen Zugang zur Sexualität. Die Schüler und Schülerinnen haben grundsätzlich die Möglichkeit Wünsche zum Thema zu äußern, die sie besprochen haben möchten.

    Weitere Einzelheiten sind in den schulinternen Lehrplänen festgelegt.

    Inhalte, bezogen auf das Fach Biologie:

    Klasse 5 und 6

    Bau und Funktion der Geschlechtsorgane

    Körperliche und seelische Veränderungen in der Pubertät bei Jungen und Mädchen

    Was heißt Erwachsenwerden?

    Menstruation/Pollution

    Klasse 7 und 8

    Menstruation

    Hormonelle Steuerung des weiblichen Zyklus

    Gesundheitshygiene

    Schwangerschaft, Geburt, Stillen

    Vorbeugung von Geschlechtskrankheiten

    Empfängnisverhütung

    Sexueller Missbrauch und sexuelle Gewalt

    Klasse 9 und 10

    Liebe, Sex und Partnerschaft

    Empfängnisverhütung

    Schwangerschaftskonflikte und Kinderlosigkeit

    Elternschaft bedeutet Übernahme von Verantwortung

    Aids-Beratung

    Sexuell übertragbare Krankheiten

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    Streitschlichtung Im Schulalltag kommen immer wieder Konflikte zwischen Schülern vor. Unsere Schule bietet deshalb seit 1996 die Möglichkeit, mit Hilfe von Streitschlichter/innen einen Lösungsweg zu finden. Diese Form der Mediation ist ein Baustein zur Gewaltprävention und wird bei uns Streitschlichtung genannt.

    Schüler der 10. Jahrgangsstufe helfen jüngeren Schülern ihre Alltagskonflikte untereinander zu lösen.

    Streitende Schüler/innen können in einer großen Pause den Streitschlichterraum aufsuchen, um sich Rat zu holen. Sie treffen dort auf einen ausgebildeten Streitschlichter oder eine Streitschlichterin, der/die ihnen zuhört und Vertraulichkeit sowie Neutralität zusichert. Eine Lö

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