Blick auf die Geschichte lautete das Thema des diesjährigen 92. Anne Frank Geburtstages, der am Montag (14.06.21) gefeiert wurde.  „Es ist wichtig, die Namensgeberin unserer Schule wieder mehr in unser Bewusstsein zu rücken und uns auch daran zu erinnern und zu ermahnen, dass sich der Nationalsozialismus nicht wiederholen darf“, lauteten die Begrüßungsworte des Schulleiters, Andreas Sornig, an die Schülerschaft und das Kollegium.

Alle Schüler*innen arbeiteten in ihren Klassen zum Leben von Anne Frank und hatten, neben der „Anne Frank Zeitung“, die ein fester Bestandteil der Arbeit war, auch ein umfangreiches digitales Angebot, was ihnen viele Einblicke in das Leben eines Mädchens gewährte, das nur 15 Jahre alt wurde. Wie sieht es eigentlich in einem Hinterhaus aus, in dem Anne mit ihrer Familie und weiteren jüdischen Mitmenschen über zwei Jahre lebte, um sich vor den Nazis zu verstecken? Ein virtueller Rundgang gab Antworten und Eindrücke, die viele Schüler*innen staunen ließ.

Auch Zeitzeugeninterviews, wie etwa mit Jaqueline van Maarsen, der besten Freundin von Anne Frank, oder Tswi Herschel, der im Kleinkindalter von seinen jüdischen Eltern zurückgelassen wurde, um zu überleben, sorgten für viel Empathie und Interesse.

Im Forum der AFR hatten die Jahrgänge 5-7 die Möglichkeit, eine Ausstellung „Von Schüler*innen für Schüler*innen“ zu besuchen: Die Klasse 8c hatte im Rahmen eines Unterrichtsprojekts im Fach Deutsch mit der Lehramtsanwärterin Bianca Hopster eine Bilderausstellung zum Leben von Anne Frank vorbereitet. Ziel des Projekts war es, vor allem den jüngeren Kindern, die noch fast nichts oder nicht genug über die Namensgeberin ihrer Schule wussten, die wichtigsten Stationen ihres Lebens anhand ausgewählter Bilder sowie selbstverfasster und anschließend aufgenommener Audioguides zu verdeutlichen. Ausgestattet mit iPads und Kopfhörern erfuhren die Jüngsten der AFR somit von Bild zu Bild das Wichtigste – geschichtlich aufbereitet und dennoch altersgerecht.

Die Auseinandersetzung mit Bildern in Form von Fotografie als Erinnerungen an vergangene Ereignisse und deren Wirkung und Absicht, waren ein Schwerpunkt für die älteren Jahrgänge. Hierbei ging es vor allem um die Thematisierung von Kriegspropaganda sowie die Sensibilisierung für einen schülernahen und aktuellen Lebensweltbezug: Fake News.

So setzten sie sich abschließend mit Themen wie dem „ersten Eindruck“ eines Fotos und damit verbundenen „Vorurteilen“ auseinander, die ihnen die Bedeutung von Posts in der Welt der sozialen Medien und fotografischer Inszenierung verdeutlichte und sie für Herstellung und Auswahl eigener Bilder zukünftig sensibilisieren soll.

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