Wie war der Holocaust möglich? Welche Rolle spielten die „gewöhnlichen Menschen“ dabei? Und warum haben so wenige den Opfern geholfen? Diese Fragen thematisiert eine Wanderausstellung, die sich seit dem 07.12.2020 im Forum unserer Schule befindet.

 Konzipiert wurde die Ausstellung „Einige waren Nachbarn – Täter – Opfer und Mitläufertum“ vom United States Holocaust Memorial Museum in Washington D.C.. Schüler und Schülerinnen der Jahrgangsstufen 8-10, die die Ausstellung besuchen, sollen herausgefordert werden, über die Motive und Zwänge nachzudenken, die das Leben und die Verhaltensweisen der Menschen während des Holocaust beeinflussten.

Durch Vermittlung des Grevener Stadtarchivs und der Villa ten Hompel in Münster geht die Wanderausstellung seit dem 2. November 2020 durch alle drei weiterführenden Schulen vor Ort. „Ursprünglich war geplant, dass die Ausstellung im Rathaus gezeigt werden soll„, so Anna Lindenblatt, Leiterin des Stadtarchivs, „aber Corona hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Daher ist es super, dass diese besondere Ausstellung nun trotzdem Corona-konform in den Schulen gezeigt werden kann“, heißt es in der Pressemitteilung der Stadt Greven.

Erste Station war das städtische Gymnasium Augustinianum, danach war die Ausstellung an der Nelson-Mandela-Gesamtschule und nun befindet sie sich noch bis zum 18. Dezember im Forum. „Ich finde es sehr wichtig, dass es so eine Ausstellung gibt, die uns heute immer wieder an die schrecklichen Taten des Holocausts erinnert“, sagt Janis Hülsmann, Schülersprecher der AFR. „Die Bilder und Zitate sagen Vieles aus und stimmen mich persönlich sehr nachdenklich.

Cornelia Bögner besuchte die Ausstellung im Rahmen des Geschichtsunterrichts der Klasse 10 und ist der Meinung: „Die Ausstellung schafft beim Besucher eine emotionale Nähe, eher sogar ein Entsetzen, über die Menschen, die „nebenan“ waren und einfach nur zuschauten.


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