Der 90-Minutentakt im Unterricht
– das Doppelstundenmodell

Unter dem Arbeitstitel „45 Minuten noch zeitgemäß?“ bereitete eine Arbeitsgruppe im Jahr 2010 die Einführung einer verlängerten Unterrichtsstunde vor. Veränderte Unterrichtsmethoden und lernpsychologische Aspekte waren ausschlaggebend für eine Neuausrichtung des Unterrichts an der AFR. Indem 90 Minuten Zeit für ein Fach oder Thema besteht, werden günstigere Voraussetzungen für nachhaltiges und selbstständiges Lernen geschaffen und so die Umsetzung des Lehrplans erleichtert, der auf Fach-, Methoden- und Sozialkompetenz großen Wert legt.

Da Organisationszeiten zu Beginn und Ende der Einzelstunden entfallen, ist mehr Raum für soziales Lernen und kooperative Lernformen, optimale Bedingungen für Experimentalunterricht in Biologie, Chemie und Physik. Maßnahmen der Binnendifferenzierung sind leichter durchführbar.

Allerdings verlangt das Doppelstundenmodell auch mehr Eigenverantwortung der Schülerinnen und Schüler bei der Vor- und Nachbereitung des Unterrichts, wenn z.B. 2-stündige Fächer nur noch einmal pro Woche unterrichtet werden.

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